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Im Labyrinth
eine oper in drei Aufzügen
libretto: ilse m. seifried
PERSONEN
Inanna ....... aus dem Off, nur Sprechtext, unsichtbar
Ariadne ... Sopran
Theseus .... Tenor
Minotaurus .... Bariton
Pasiphae .... Alt
Minos ..... Baß
ZUM THEMA
Basis ist der griechische Mythos von Ariadne und Theseus - welcher seine Grundlage
im Sumerischen hat - der kritisch und zeitgemäß präsentiert
wird. Originaltextezitate sind diskret angedeutet eingebaut, wissenschaftliche
Ergebnisse zum Thema eingearbeitet, gegenwartsbezüge wie auch das aktuelle
Weltbild der Kernphysik sind integriert.
Das Thema berührt die Eigenmächtigkeit und Individualisierung weiblicher
und männlicher Persönlichkeit in der Auseinandersetzung mit der (männlichen)
Welt, zeigt den Übergang von einer vorpatriarchalen zur patriarchalen Zeit,
die schließlich in eine der genderfreien führt. Wesentlich dafür
ist der emotionale Entwicklungs-Prozeß in der Paar-Beziehung im Spannungsfeld
persönlicher, kultureller und politischer Verflechtungen.
Der Lebensweg (sowohl mythologischer als auch realer Menschen) konfrontiert
immer mit den Themen: Vertrauen, Liebe, Macht, Tod.
Das Labyrinth symbolisiert einen Schöpfungsmythos, der zeitlich lange
vor jüdischen und christlichen bzw. klassisch griechischen angesiedelt
ist.
Der Entwicklungsweg der Menschheit (im Spannungsfeld matriarchaler/ patriarchaler
Tendenzen und weiter die Vision der glückenden Verbindung beider Welten)
wird aufgezeigt, allerdings nicht in einer linearen Erzählung sondern labyrinthisch
anhand von inneren wie äußeren Wendepunkten.
Diese Präsentationsweise fordert die LeserInnen / HörerInnen heraus, sich wiederzuerkennen und auch ihren eigenen Standpunkt suchen zu müssen und keinen übernehmen zu können. Das Schicksalshafte ist das in unterschiedlichen Graden differenzierte Selbstverständnis der handelnden Personen.
text (geschrieben Sommer 2001) auf
anfrage
wir (komponist und ich) bemühen uns um auftrag für vertonung &
aufführung
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