Labyrinth - Ausstellungs- Fragebogen- Auswertung
Februar 2000
Ilse M. Seifried
Den Fragebogen füllten 99 Frauen und 56 Männer aus - insgesamt 155
Personen
mit Labyrinth-Erfahrung: 50 und 21 - 71
ohne Labyrinth-Erfahrung: 49 und 35 - 84
Frauen
Mit 57 Nennungen ist eine positive Reaktion die häufigste Anwort bei Frauen
gefolgt von Entspannung (43), emotionaler Ausgeglichenheit (29), inneres Gleichgewicht
(24). Dh. 96% der Frauen erlebten die Labyrinthbegehung angenehm.
94% gingen mit Neugierde ins Labyrinth. 49% gingen gleich schnell hinein und
hinaus. In der Mitte verweilen 40%.
Beklemmung, Desorientierung und aus der Balance gefallen geben 18% an.
Bei Punkt 1 geben 52% Frauen mit Labyrintherfahrung 0 bis 3 Antworten und 48%
mehr als 3 Antworten, 77% der Frauen ohne Labyrintherfahrung 0-3 Antworten und
23% mehr als 3.
Männer
Mit 17 Nennungen ist eine positive Reaktion die häufigste Antwort
bei Männern gefolgt von Entspannung, emotionale Ausgeglichenheit und innere
Bilder mit je 8 Nennungen. Dh. 73% der Männer erlebten die Labyrinthbegehung
angenehm.
37% ging mit Neugierde ins Labyrinth. 28% gingen gleich schnell hinein und hinaus.
In der Mitte verweilen 19%.
Anhand der Zahlen von Männern mit/ohne Vorerfahrung ist zu sehen, daß
Männer mit Labyrintherfahrung offener und stärker auf das Labyrinth
ansprechen.
Beklemmung, Desorientierung und aus der Balance gefallen geben 12 % an.
Bei Punkt 1 geben 71% mit Labyrintherfahrung 0 bis 3 Antworten, 29% mehr als
3 und 75% ohne Labyrintherfahrung geben 0-3 Antworten.
Gesamt
2/3 der Feedbackbögen wurden von Frauen, 1/3 von Männern ausgefüllt.
50% der Frauen und 37% der Männer hatte bereits Labyrintherfahrungen.
47 % der Frauen und 55% der Männer war über 40 Jahre.
Mit 17 Nennungen (30%) von Männern und 57 Nennungen (57%) von Frauen ist
positive Reaktion die häufigste Antwort. Das sind 47% aller BesucherInnen,
die so antworteten.
Es folgen: Entspannung (14% der Männer und 43% der Frauen), emotionale
Ausgeglichenheit (14% der Männer und 29% der Frauen) sowie innere Bilder
(14% der Männer und 13% der Frauen) und inneres Gleichgewicht (16% der
Männer und 24% der Frauen). Dh. 73% der Männer und 96% der Frauen
erlebten die Labyrinthbegehung positiv.
Was auch immer unter spiritueller Erfahrung verstanden wurde, so wurde diese
von 15% der Frauen und 7% der Männer genannt.
Eine Problemlösung durch das Begehen nannten 13% der Frauen und 10% der
Männer.
Nur 2% aller FragebogenbeantworterInnen empfanden die Labyrinthbegehung als
unangenehm.
Es ist zu sehen, daß Frauen stärker auf das Labyrinth reagieren
als Männer, was als traditionelle geschlechtsspezifische Reaktionen verstanden
werden könnte, dh Offenheit zur Selbsterfahrung und emotionales Einlassen
ist bei den Männern reduzierter, was sich gut an der Neugierde ablesen
läßt.
Weniger als 1/3 der Männer geht gleich schnell hinein und hinaus, im Gegensatz
zu 1/2 der Frauen. Auch verweilen Männer kürzer im Zentrum (19%) als
Frauen (40%).
10% der Frauen überspringen die Labyrinth-Gänge, doch nur 3% der Männer.
Zusammenfassung
73% der Männer und 96% der Frauen erlebten die Labyrinthbegehung positiv.
Frauen lassen sich mehr und intensiver auf eine Labyrintherfahrung ein, was
sich am Tempo, dem Verweilen, der Neugierde und dem Erleben zeigt. Sie können
diese Erfahrung positiv und stärker als Männer für sich nützen
(Entspannung, Ausgeglichenheit, Problemlösungen finden, spirituelles Erleben).
Unangenehme Erfahrungen (Desorientierung, Irritation,..) werden im Labyrinth
gemacht, dennoch wird es unterm Strich positiv erlebt.
Aus diesem Ergebnis tritt die Frage nach einer objektiv meßbaren Untersuchung zutage, die das körperliche Gleichgewicht vor und nach einer Labyrinthbegehung mißt um zu untersuchen, ob sich und wie sich das emotionale Erleben auch körperlich auswirkt.
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